Freitag, 17. August 2012

In den Club wären wir nicht reingekommen, nichtmal mit Sachen


Nach dem Ausflug nach SanSe und dem nachfolgenden Sing-Contest unter dem Motto: Wer schlafen will, verliert – haben wir uns am Mittwoch und Donnerstag wieder aufs Surfen gefreut. Vor allem nachdem wir gehört hatten, dass am Donnerstag zwei Meter hohe Wellen gemeldet waren. Dass es dazu aber regnen wird, der Wind bläst wie verrückt und die Strömung ein geradeaus gehen im Wasser verhindert, das wollte uns niemand sagen. So kam es, dass wir die größte Zeit im Schatten von unserem Partyzelt verbracht haben oder am Strand waren und nur kurzzeitig versuchen konnten, die unvorteilhaften und völlig zerblasenen Wellen zu surfen. Das hatten wir uns ein klein wenig anders vorgestellt aber hey, wir sind ja noch mehr als acht Tage hier, können also sehr gelassen an die Situation herantreten. Und wie schon Herman Hesse, der Erfinder des Rades sagte: „Heidelbeeren kullern am besten wenn sie rund sind.“

Das gab uns natürlich viel Zeit im Zeltlager, die durch das ein oder andere spaßige Spiel aufgelockert werden durfte. Dazu ist zu wissen, dass Surfer aus Prinzip, also direkt aus ihrer Natur heraus, unglaublich faul sind. Deswegen ist es schwer bis unmöglich sitzende und ablümmelnde Surfer für Spiele zu begeistern. Aber nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten wir uns an selbstgebauten Wasserspritzpistolen, der ein oder anderen Gleichgewichtsübung und dem Spiel: Wer bin ich? erfreuen. Dazu eine kleine Auflistung der von uns verwendeten Namen um klar zu machen wie hoch der Schwierigkeitsgrad war:
Schnei – Warren Buffet
Flo – Ferdinand Pi
ëch
Raimund – Thomas Alva Edison
Frank – Adalbert die Krabbe
Entsprechend lange hat auch das Spiel gedauert. Ich vermute es war länger als eine Stunde. Dabei zeigte sich auch, dass der durchschnittliche Schweizer recht viel über das Privatleben von DJ BOBO kennt. Das macht mir Angst. Aber jeder Biologe weiß: Lieber ein ängstlicher Spatz als eine wütende Feuerqualle.

Thema des Mittwochabends: fancy Flunkyball. Fancy in diesem Zusammenhang ist mit verkleidet zu Übersetzen. Da die Möglichkeiten auf einem Zeltplatz beschränkt sind, haben wir uns in der Klamottenkiste der Mädels bedient und haben das am besten angezogene Mixed Team aufgestellt. Ansprechende Bilder dieses Auftritts finden sich indem man nach unten scrollt. Sollte jemand an der Telefonnummer von einem Teammitglied interessiert sein, dann ist das doch bitte über eine schriftliche Antragstellung in dreifacher Ausführung zu bewerkstelligen.
Und der gestrige Donnerstagabend stand unter dem Zeichen: Machen wir mal einen Ruhigen. Nach dem selben Satz ist vor zwei Jahren das kleine ruhige Spiel „Der Panda wars“ entstanden. Also wollten wir es nochmal spielen. Diesmal sogar mit einer Regelverletzung. Wir haben es mit zwei Frauen gespielt. Was nicht bedeutet, dass die Regeln geändert werden. Ganz im Gegenteil, sie haben sich als hervorragend geeignet erwiesen, Spaß zu erzeugen. Nach dem Kauf von 33 Bier und dem Installieren einer Glühlampe, übrigens eine Erfindung von Edison aus dem Jahre 1879, stand dem erfolgreichen Beginn nix entgegen. Ob das Ende erfolgreich war, lässt sich anhand wahlloser Fakten nachvollziehen. Beginn 22 Uhr, Ende 0:30 Uhr. Drei Mitspieler haben sich das Bier danach nochmal durch den Kopf gehen lassen. Sehr viele Mitcamper haben uns über weite Strecken des Spiels angefeuert und wollten mitmachen. Das wussten wir zu verhindern. Bierduschen waren ein geeignetes Mittel. Und ein letztes Zitat: „Ich hab Spritzpups, ich kann zwei bedienen.“

Heute dann noch Abschlussabend und wir hoffen den Großteil der Campteilnehmer unvergesslich verabschieden können.

Frank












Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen