Nach dem Ausflug nach SanSe und dem nachfolgenden Sing-Contest unter dem Motto: Wer schlafen will, verliert – haben wir uns am Mittwoch und Donnerstag wieder aufs Surfen gefreut. Vor allem nachdem wir gehört hatten, dass am Donnerstag zwei Meter hohe Wellen gemeldet waren. Dass es dazu aber regnen wird, der Wind bläst wie verrückt und die Strömung ein geradeaus gehen im Wasser verhindert, das wollte uns niemand sagen. So kam es, dass wir die größte Zeit im Schatten von unserem Partyzelt verbracht haben oder am Strand waren und nur kurzzeitig versuchen konnten, die unvorteilhaften und völlig zerblasenen Wellen zu surfen. Das hatten wir uns ein klein wenig anders vorgestellt aber hey, wir sind ja noch mehr als acht Tage hier, können also sehr gelassen an die Situation herantreten. Und wie schon Herman Hesse, der Erfinder des Rades sagte: „Heidelbeeren kullern am besten wenn sie rund sind.“
Das gab uns
natürlich viel Zeit im Zeltlager, die durch das ein oder andere spaßige Spiel
aufgelockert werden durfte. Dazu ist zu wissen, dass Surfer aus Prinzip, also
direkt aus ihrer Natur heraus, unglaublich faul sind. Deswegen ist es schwer
bis unmöglich sitzende und ablümmelnde Surfer für Spiele zu begeistern. Aber
nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten wir uns an selbstgebauten
Wasserspritzpistolen, der ein oder anderen Gleichgewichtsübung und dem Spiel:
Wer bin ich? erfreuen. Dazu eine kleine Auflistung der von uns verwendeten
Namen um klar zu machen wie hoch der Schwierigkeitsgrad war:
Schnei – Warren Buffet
Flo – Ferdinand Piëch
Raimund – Thomas Alva Edison
Frank – Adalbert die Krabbe
Flo – Ferdinand Piëch
Raimund – Thomas Alva Edison
Frank – Adalbert die Krabbe
Entsprechend lange
hat auch das Spiel gedauert. Ich vermute es war länger als eine Stunde. Dabei
zeigte sich auch, dass der durchschnittliche Schweizer recht viel über das
Privatleben von DJ BOBO kennt. Das macht mir Angst. Aber jeder Biologe weiß:
Lieber ein ängstlicher Spatz als eine wütende Feuerqualle.
Thema des
Mittwochabends: fancy Flunkyball. Fancy in diesem Zusammenhang ist mit
verkleidet zu Übersetzen. Da die Möglichkeiten auf einem Zeltplatz beschränkt
sind, haben wir uns in der Klamottenkiste der Mädels bedient und haben das am besten
angezogene Mixed Team aufgestellt. Ansprechende Bilder dieses Auftritts finden
sich indem man nach unten scrollt. Sollte jemand an der Telefonnummer von einem
Teammitglied interessiert sein, dann ist das doch bitte über eine schriftliche
Antragstellung in dreifacher Ausführung zu bewerkstelligen.
Und der gestrige
Donnerstagabend stand unter dem Zeichen: Machen wir mal einen Ruhigen. Nach dem
selben Satz ist vor zwei Jahren das kleine ruhige Spiel „Der Panda wars“
entstanden. Also wollten wir es nochmal spielen. Diesmal sogar mit einer Regelverletzung.
Wir haben es mit zwei Frauen gespielt. Was nicht bedeutet, dass die Regeln
geändert werden. Ganz im Gegenteil, sie haben sich als hervorragend geeignet
erwiesen, Spaß zu erzeugen. Nach dem Kauf von 33 Bier und dem Installieren
einer Glühlampe, übrigens eine Erfindung von Edison aus dem Jahre 1879, stand
dem erfolgreichen Beginn nix entgegen. Ob das Ende erfolgreich war, lässt sich
anhand wahlloser Fakten nachvollziehen. Beginn 22 Uhr, Ende 0:30 Uhr. Drei
Mitspieler haben sich das Bier danach nochmal durch den Kopf gehen lassen. Sehr
viele Mitcamper haben uns über weite Strecken des Spiels angefeuert und wollten
mitmachen. Das wussten wir zu verhindern. Bierduschen waren ein geeignetes
Mittel. Und ein letztes Zitat: „Ich hab Spritzpups, ich kann zwei bedienen.“
Heute dann noch
Abschlussabend und wir hoffen den Großteil der Campteilnehmer unvergesslich
verabschieden können.
Frank
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