Der besagte Abend
des letzten Eintrags endete für mich aufgrund einer schnupfenähnlichen
Erschöpfung zum ersten Mal im Camp ohne Bier und bereits kurz nach Neun Uhr auf
meiner Pritsche. Daher kann ich die folgenden Ereignisse nur vom Hörensagen her
dokumentieren. Scheinbar war ich nicht die einzige Person im Camp, die an
diesem Abend keine Lust auf Weggehen hatte. Diese Tatsache konnte von Frank und
Ninja jedoch nicht akzeptiert werden, denn eine Woche jeden Abend im Mojito
erfeiert sich nicht allein. Und was eignet sich besser um nach und nach die
Laune aufzuhellen, als eine gepflegte Runde Flip Cup. In Folge dessen vergaßen quasi
alle Campteilnehmer ihren Vorsatz diesen Abend nicht im Mojito zu oxidieren und
folgten bereitwillig. Ninja wurde erwartungsgemäß seinem Namen gerecht und, man
muss es so sagen, „ersaß“ sich eine Spanierin. An dieser Stelle Hochachtung für
seine Fähigkeiten, es gehört wohl einiges dazu durch bloßes Sitzen und ohne ein
Wort Spanisch besagte Dame zu begeistern. Und jeder große Krieger braucht eben
auch etwas Glück, denn es fehlten nur 5 Minuten und seine neue spanische und bekannte
deutsche Eroberung hätten im Zelt abklatschen können.
Der nächste Tag
hielt zwei neue Surflessons für uns bereit. Die erste fand recht nah am Strand
statt und stieß nicht auf Schneis Wohlwollen. Deshalb hieß es anschließend, auf
zur Sandbank. Damit einhergehend wurden unsere Paddelfähigkeiten gefordert, denn
zuerst wollten Strömung und Weißwasser überwunden werden. Der Lohn dafür waren
einige schöne Wellen, welche Abends mit dem beliebten Teamspiel Flunkyball
gewürdigt wurden. Leider müssen wir an dieser Stelle gestehen, es gibt
Tätigkeiten in denen wir besser sind. Spiele bei denen es Gewinner gibt, waren
uns eben schon immer suspekt. Anschließend zog die gesamte Meute ins Mojito zum
Abendausklang, womit Frank und Ninja das Planziel erfüllten.
Aber jeder Erfolg
fordert seinen Tribut. Im Falle von Frank war das ein „Psychologischer Kater“,
dokumentiert auf einem der beigefügten Bilder. Er hatte verlernt zu lachen, zu
sprechen, und sein natürlicher Frohgemut lag unter einer bleischweren Wolke
Schwersinn begraben. Erst Schneis kreative Kobold-Beschimpfung im Line-Up
konnte ihn davon befreien. Damit wurde es noch eine gute Surflesson, während
der einige gute Bilder entstanden. Ich persönlich hatte die längste Welle des
Urlaubs und auch die anderen waren mehr als zufrieden. Jedoch muss der für heute
anvisierte Sunset-Surf wohl leider ausfallen, da es kaum gute Wellen gibt. Wir
hoffen somit auf eine gute letzte Surfeinheit am morgigen Tag und einen
würdigen Abschlussabend.
Bis dahin grüßt
Ray
Ich hätte gern mal ein Bart-Bild :) Das letzte Bild lässt ja schon einiges erahnen.
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