Die erste Woche
ist vorüber – Zeit, ein Zwischenresümee zu ziehen: Ich find‘s super! Zwar sind
wir in letzter Zeit nicht wirklich allzu viel surfen gewesen, was hohen Wellen
und starker Strömung geschuldet war, und nicht etwa mangelnder
Gleichgewichtsbeherrschung oder Antriebskraft, aber stimmungs- und
bräunungstechnisch (abhängig vom Hauttyp) sind wir auf guter Fahrt. Heute sind
unsere Mädels gemeinsam mit einem Großteil der anderen Campteilnehmer
abgereist. Wir freuen uns schon gespannt auf den Erfahrungsbericht, und wie die
Woche aus ihrer Sicht war. Auch an alle anderen neuen Bekanntschaften an dieser
Stelle vielen Dank für euer Verständnis für unsere delikate psychische
Situation, eure anfeuernden Worte und eure hingebungsvolle Teilnahme am
Surfgottgebet um 2 Uhr morgens.
Gestern standen
wir an unserem gewohnten Surfspot vor einem interessanten Problem. Rechts rote
Flagge (Bade-/Surfkursverbot), links gelb, wir in der Mitte. Unser Surflehrer
Alex hat sich letztendlich entschlossen, inoffiziell Kurs zu geben, allerdings
durfte immer nur ein Teilnehmer ins Wasser. Und ich denke, das war durchaus
eine gute Entscheidung. Kurzzeitig war ich mir einmal nicht sicher, ob ich es
aus eigener Kraft zum Strande zurück schaffen würde, weil die Strömung mich
Richtung See abtrieb. Heute waren wir auf eigene Faust noch einmal draußen,
zusammen mit gefühlten zehntausend anderen Wellenanbetern. Schnei war nach 15
Minuten ein wenig frustriert, weil auf Grund der Anzahl die Wellenausbeute pro
Person etwas eingeschränkt war, beschloss, zum Strand zurück zu paddeln und
erwischte eine richtig gute Rechte. So kann‘s manchmal auch gehen. Frank hat
von den Lifeguards eine gelbe Karte für Surfen in der Badezone erhalten. Noch
so ein Ding, und er darf nie wieder an der französischen Atlantikküste ins
Wasser.
Die
Tischtennis-Doppel-WM ist dieses Jahr übrigens eher ein Weltligaduell geworden,
denn wir zählen die Gesamsatzzahl über den Urlaub. Aktueller Stand 16-11 für
die Herausforderer. An dieser Stelle fällt mir ein: Anna mag die
Gesamtsatzzahl.
Gestern Abend hat
sich das komplette Campteam völlig abgeschossen und ist ins Mojito gezogen. Wir
sind etwas später eingetroffen und haben einige verstörende Bilder fest in
unsere Hirnwindungen eingebrannt. Raimund, Julius und ich waren dann noch eine
Weile gegenüber im Captain, wo ENDLICH mal feinster Dubstep und DnB lief. Was
auch lief, war der Schweiß nach 30 Sekunden.
Zurück im Camp
konnte man zahlreiche Fallbeispiele zu den Themen „alkoholinduziertes
Paarverhalten“ und „Torschlusspanik“ studieren. Frank versuchte zwar, klärend
einzuschreiten, konnte aber nicht verhindern, dass in 9 Monaten vielleicht ein
WX-Campbaby in Dortmund das Licht der Welt erblicken wird. Dass der Vater
bereits einschlägige Erfahrungen mit der Polizei hat, wie beim
Never-Ever-Spielen zu Tage kam, wird sich hoffentlich als hilfreich im
täglichen Überlebenskampf mit den Freunden in Gelsenkirchen erweisen. Von uns
auf jeden Fall alles Gute. Panda ist durchaus ein schöner Vorname…
Zuletzt noch eine
schnelle persönliche Note, denn das Essen ist bereits serviert. Ich möchte mich
wirklich bei Frank, Schnei, Raimund, Maria und meiner Schwester bedanken, dass sie
mich wieder so schnell und komplett aufgenommen haben. In 3 Jahren kann viel
passieren, und ich bin froh, dass wir immer noch auf einer Wellenlänge liegen –
im wahrsten Sinne des Wortes.
Sonnige Grüße aus
dem alten Boucau.
Flo
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