Montag, 27. August 2012

Rückfahrpandas


Es folgt der Abschlussblogeintrag für dieses Jahr. Der Abschlussabend am Freitag startete mit Bowle, zubereitet von unseren Surflehrern, in der sich der ein oder andere Tropfen Vodka und Rum befand sowie auch 1,5kg Zucker. Trinken durften wir diese Köstlichkeit aus halben Melonenschalen. So stilsicher hat glaube ich noch keiner von uns leckere, fruchtige Bowle getrunken. Nach erfolgreichem Leeren des Bowletopfes konnten wir uns auch in Richtung Mojito bewegen. Leider hatte unserer Lieblingsteamerin niemand gesagt, dass das über den Zaun springen gefährlich ist. So musste sie den Abend leider mit schmerzverzerrtem Gesicht und schlechter Laune vorzeitig beenden. Bei der Gelegenheit hatte man auch vergessen, dem Veranstalter des Mojitos zu sagen, dass Abschlussabend ist. Denn es gab weder eine Band die aufspielte, noch einen DJ. Ein bisschen mau, aber alkoholinduzierte Fröhlichkeit macht ja bekanntlich so vieles wett.

Wir konnten also relativ zeitig ins Bett und waren alle am nächsten Morgen fit für die Fahrt. Floris Zweifel ob er es tatsächlich noch mit uns bis zum Flughafen nach Biarritz schafft, waren damit fürs Erste zerstreut. Eine ganz andere Überraschung erwartete uns: Regen. Und davon nicht zu wenig. Ich glaube die Neuankömmlinge hatten den größten Spaß. In den Urlaub fahren und direkt strömender Regen am Strand, kann man sich eben nur noch sagen: „Kann ja nur noch besser werden.“ Ich glaube aber, dass meine Aussage: „Das Wetter ist hier schon die ganze Woche so, deswegen reisen wir jetzt früher ab.“ – schon den ein oder anderen verstört haben könnte. Uns hat der Regen jedenfalls weniger gestört, wir mussten nur unsere Taschen schnellstmöglich ins Auto bringen.

Bei der Verabschiedungsszene durfte der ein oder andere Spaß natürlich nicht fehlen. Flori hat eine ehemalige Teamerin mit Kater so lange durch die Luft gewirbelt bis sie nur noch stammeln konnte: „Oh my god, that wasn’t good.“ Unser Surflehrer hat uns zum Abschied sogar noch zwei Rucksäcke bis zum Auto getragen und Ninja ist auch noch mit zum Auto gekommen und hat sich von jedem einzeln verabschiedet. Er ist eben doch ein Zauberer.

Leider war der Beginn der Heimfahrt absolut nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Es war dermaßen viel Verkehr an der französischen Atlantikküste, dass wir Flori erst mit 20 Minuten Verspätung abgeben konnten. Er kam aber trotzdem noch ins Kinderland im Flughafen.  Danach war ihm das Glück hold und er konnte bis nach Kleinopitz in kürzester Zeit durchbrausen und war nach über einem halben Jahr endlich mal wieder in Deutschland.
Wir dagegen mussten uns erstmal nach Bordeaux quälen. Zähfließender Verkehr durchweg, ständig kleinere Staus, weil irgendein Franzose dachte: He, wenn ich hier anhalte, kann ich ja in Ruhe erstmal ein Baguette essen. Jedenfalls haben wir auf 200km mehr als zwei Stunden verloren. Dementsprechend war auch unsere Laune im Auto. Aber danach ging es immer flüssiger und wir konnten durchfahren. Das ist allerdings der unglaublichen Fahrleistung Raimunds zu verdanken. Wir huldigen dir, großer Autofahrmeister!

Wieder in Dresden überfällt uns alle ein wenig die Posturlaubsche Traurigkeit. Aber Raimund und ich können uns ja vortrefflich mit unserer Doktorarbeit vom Weinen abhalten. Vor allem die staunenden Gesichter der Arbeitskollegen ob unserer unglaublichen Ganzkörperbräune sind nicht zu verachten.

Als letztes bleibt uns zu sagen: Ein vortrefflicher Urlaub. Wie jedes Jahr war das Surfen ein großes Fest. Weiter so und wieder mal!

Ich verbleibe damit für die nächste Zeit sehr still und gedenke meinen Surffähigkeiten, die ich dieses Jahr erlernt habe.

Es verabschieden sich: Raimund, Flori, Schnei und Frank

PS: Nachdem wir zurück in Deutschland endlich wieder Internet hatten, ist uns aufgefallen, dass wir Panda Wars gar nicht nach unseren alten Regeln gespielt haben. Nur ein Teil war richtig, aber die neuen Regeln sind besser, weil effektiver. Vor allem die oberste Regel von allen: Fair Play unter allen Umständen!

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