Montag, 20. August 2012

Rot ist die Farbe des Sommers


Dieser kleine verschriftlichte Erguss, der jetzt folgt, kommt nicht aus unserer Feder, sondern wurde als nette Geste als der alljährliche Gastbeitrag von Josi und Maria geschrieben. Wir danken euch riesig dafür und unsere Leserschaft wird sich umso mehr freuen.

Wieder zu Hause, dürfen wir uns jetzt auch mal zu Wort melden.
Zuerst einmal Danke Jungs für eure wachsende Toleranz – wir sind sehr dankbar, dass dieses Jahr erstmalig Frauen mit euch ins Surfcamp fahren durften und das Ganze sogar darin gipfelt, dass wir gebeten wurden, einen Blogeintrag zu verfassen!

Aus unserer Vorfreude auf das langersehnte Ziel – endlich gemeinsam in den Surfulaub zu fahren -  resultierte darin, dass wir das mit Abstand am besten vorbereiteteste Team waren!
Natürlich hatten wir das Poledance-Traveler-Kit (Intermediat-, Beach/Zelt-Version) und das Traveler-Kit-Ethik-Komitee eingepackt.
Die aktive Vorbereitung ging dann damit los, dass wir am Abfahrtstag versuchten unseren Schlafbedarf auf ein Minimum zu reduzieren – indem wir uns vor der 3-stündigen Autofahrt nach Hannover, nach durchfeierter Nacht, nur 2mal 10minuten Schlaf gönnten. Die ersten 10 Minuten der Fahrt – zusammen mit dem gesprächigen Lokomotivführer Ronny -  waren auch sehr nett, danach fiel  ich, trotz angestrengter Bemühungen, in einen komatösen Schlaf und kam erst in Hannover am Bus wieder richtig zu mir.
Die Busfahrt ist schnell zusammengefasst – wir waren wieder top ausgerüstet – unser Breakfast-second breakfast -lunch-teatime- dinner- midnight-snack-breakfast again-lunch again-paket brauchte einen eigenen Sitzplatz  … und neben unserer Verpflegung ernteten wir auch bewundernde Blicke und Worte,  als wir unsere Schlafausrüstung anlegten.  Ablauf während der 26 Stunden Busfahrt: schlafen, essen, schlafen, essen, schlafen, Reisemonopoly,  schlafen, essen, schlafen.

Im Camp haben wir uns riesig gefreut unsere Jungs wieder in die Arme schließen zu können … oder halt von ihnen zu Boden geworfen zu werden …

Im Camp selbst hat man sich dann schnell dran gewöhnt, dass man wohl nicht mal zu eigenen Hochzeit wieder sauber Füße haben wird und auch, dass jedem ein kleines Saunahäuschen als Unterkunft zu Verfügung gestellt wurde, hat man nicht mehr hinterfragt.
Zum Surfen nur kurz – auch am ersten Tag einen Hai erledigen zu müssen, konnte mich nicht abschrecken! Nur dass ich von dem Petermännchen verschont geblieben bin – darüber bin ich sehr dankbar!
Eine Sache die mir, trotzt meiner ganz offensichtlich stahlharten Nerven, jeden Morgen einen ordentlichen Schrecken eingejagte und mich das Fürchten gelehrt hat, waren die kanonenartigen Flatulenz-Geräusche, die direkt durch die Zeltwand neben mir drangen, die auch unser Zelt zum Zittern brachten und mir die Haare zu Berge stehen ließen . Eine Zerreißprobe für unsere Trommelfelle – und vermutlich für die Geruchszellen der Zeltbewohner, in deren Zelt diese Kanonenschläge ihren Ursprung hatten. Spätestens dann standen wir jeden Morgen aufrecht in angespannter Angriffshaltung im Zelt! Und ich übertreibe hier NICHT.

Zu der, von einer ÄUSSERST suspekten Mitsurferin, vorgebrachten Diskussion „Ist es sexuelle Belästigung, wenn dein Surflehrer dir High-Five geben will?  Und dürfen unserer Surflehrer wirklich Spaß mit uns machen?“ Mein klarer Standpunkt:

OB du behindert bist – hab ich dich gefragt?!?!

Also mit dem Surflehrer  rummachen muss ja jeder selbst wissen … wa Josi?!  Aber mal in den Po beißen lassen, hat ja noch keinem  geschadet!

Wo wir gerade dabei sind – San Sebastian – ein absolutes Highlight der Woche! Die Tapas und der Sangria waren lecker  - nur kurz zu den Geschehnissen im Club: so ein Blondie dachte, er kann schneller Bier trinken als ich – tzzz … weitere alkoholinduzierte Vorkommnisse werden nicht ausgeführt.
Die Rückfahrt hat dann wirklich die Trommelfelle und die Tiefen der Liedergutkiste strapaziert und Flo wurde zweimal angeschossen.
Zurück im Camp ist dann  aufgefallen, dass es Ed – unser bester Spanier(nüchtern zu schüchtern – besoffen: on fire!)  – es nicht mit zurück geschafft hat – dafür war in San Sebastian aber eine Spanierin sehr glücklich! Am nächsten Tag ist er dann auch wieder in Vieux im Camp aufgetaucht.

Das war übrigens auch der Abend an dem das Flunkyballturnier stattfand – bei dem wir weniger erfolgreich waren, obwohl ich mit meiner Trinkleistung absolut zufrieden bin – nur das Werfen – na ja – mit einer Trefferquote von 0% lässt sich in dieser Liga halt auch nix mehr holen.
Das Schönste für uns war allerdings das Einkleiden der Jungs! Mit größter Hingabe haben wir ein paar süße und typgerechte Outfits zusammengestellt.  Für jeden das Richtige, um die feminine Seite zu unterstreichen. Es gab dann ein Fitting – bei dem wir auf die individuellen Wünsche der Fräuleins eingegangen sind – und sie sich so am Ende in einer guten Mischung aus stilvoll-sexy und mädchenhaft-verspielt wohlfühlen konnten. Catwalk tauglich!
Die restlichen Highlights später von Josi!
Grüße aus dem 50°C heißen Deutschland!
Hochachtungsvoll, 

Kurthl

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