Donnerstag, 23. August 2012

Quentin, die inkonsequente Qualle

Der besagte Abend des letzten Eintrags endete für mich aufgrund einer schnupfenähnlichen Erschöpfung zum ersten Mal im Camp ohne Bier und bereits kurz nach Neun Uhr auf meiner Pritsche. Daher kann ich die folgenden Ereignisse nur vom Hörensagen her dokumentieren. Scheinbar war ich nicht die einzige Person im Camp, die an diesem Abend keine Lust auf Weggehen hatte. Diese Tatsache konnte von Frank und Ninja jedoch nicht akzeptiert werden, denn eine Woche jeden Abend im Mojito erfeiert sich nicht allein. Und was eignet sich besser um nach und nach die Laune aufzuhellen, als eine gepflegte Runde Flip Cup. In Folge dessen vergaßen quasi alle Campteilnehmer ihren Vorsatz diesen Abend nicht im Mojito zu oxidieren und folgten bereitwillig. Ninja wurde erwartungsgemäß seinem Namen gerecht und, man muss es so sagen, „ersaß“ sich eine Spanierin. An dieser Stelle Hochachtung für seine Fähigkeiten, es gehört wohl einiges dazu durch bloßes Sitzen und ohne ein Wort Spanisch besagte Dame zu begeistern. Und jeder große Krieger braucht eben auch etwas Glück, denn es fehlten nur 5 Minuten und seine neue spanische und bekannte deutsche Eroberung hätten im Zelt abklatschen können.
Der nächste Tag hielt zwei neue Surflessons für uns bereit. Die erste fand recht nah am Strand statt und stieß nicht auf Schneis Wohlwollen. Deshalb hieß es anschließend, auf zur Sandbank. Damit einhergehend wurden unsere Paddelfähigkeiten gefordert, denn zuerst wollten Strömung und Weißwasser überwunden werden. Der Lohn dafür waren einige schöne Wellen, welche Abends mit dem beliebten Teamspiel Flunkyball gewürdigt wurden. Leider müssen wir an dieser Stelle gestehen, es gibt Tätigkeiten in denen wir besser sind. Spiele bei denen es Gewinner gibt, waren uns eben schon immer suspekt. Anschließend zog die gesamte Meute ins Mojito zum Abendausklang, womit Frank und Ninja das Planziel erfüllten.
Aber jeder Erfolg fordert seinen Tribut. Im Falle von Frank war das ein „Psychologischer Kater“, dokumentiert auf einem der beigefügten Bilder. Er hatte verlernt zu lachen, zu sprechen, und sein natürlicher Frohgemut lag unter einer bleischweren Wolke Schwersinn begraben. Erst Schneis kreative Kobold-Beschimpfung im Line-Up konnte ihn davon befreien. Damit wurde es noch eine gute Surflesson, während der einige gute Bilder entstanden. Ich persönlich hatte die längste Welle des Urlaubs und auch die anderen waren mehr als zufrieden. Jedoch muss der für heute anvisierte Sunset-Surf wohl leider ausfallen, da es kaum gute Wellen gibt. Wir hoffen somit auf eine gute letzte Surfeinheit am morgigen Tag und einen würdigen Abschlussabend.
Bis dahin grüßt
Ray









1 Kommentar:

  1. Ich hätte gern mal ein Bart-Bild :) Das letzte Bild lässt ja schon einiges erahnen.
    Laura

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